PPP & Sportstättenbau
Fußballplätze, Sporthallen, Schwimmbäder – wie nur wenige Staaten hat Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten auf vielfältige Weise in seine (breiten)sportliche Infrastruktur investiert. Mittlerweile allerdings sind zahlreiche Einrichtungen sanierungsbedürftig, neue Anforderungen kommen hinzu, die Qualitätsmaßstäbe wandeln sich: So ersetzen etwa Kunstrasenfelder die nicht mehr zeit- und gesundheitsgemäßen Aschenplätze, Hallen werden mehrzweckmäßig ausgerichtet und die Bäderlandschaft wandelt sich – auch dem Wellnesstrend entsprechend. Das bietet prinzipiell viel Potenzial für Public Private Partnership im Sportstättensektor. Einige Projekte wurden bereits durchgeführt, die Ansätze aber sind noch ausgesprochen vielschichtig. Auch deshalb haben sich die im Föderalen PPP-Kompetenznetzwerk (FPK) vereinten Vertreter von Bund und Ländern dazu entschlossen, in einer FPK-Arbeitsgruppe „PPP bei Sportstätten“ vertiefte Erfahrungswerte zu sammeln und angemessene Rahmenbedingungen zu untersuchen.
Rheinland-Pfalz, das eine überdurchschnittlich vielfältige Vereinslandschaft hat und als eines von nur wenigen Bundesländern ein eigenes Sportfördergesetz besitzt, hat – über das PPP-Kompetenzzentrum bei der PER – die Geschäftsführung der FPK-AG Sportstätten übernommen. Wir bringen dabei auch die Erfahrungen aus den Pilotprojekten Südbad Trier und Jacob-Frey-Sportanlage Heidesheim ein.
Im Februar 2008 wurden die ersten Expertenrunden gestartet – zunächst für den Bäderbereich. Denn schon bei den Vorbereitungsgesprächen war rasch deutlich geworden, dass eine aufgrund der sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen eine sehr differenzierte Betrachtungsweise der Teilsektoren Sportplätze/Stadien, Hallen (Sporthallen wie auch Mehrzweckhallen) sowie eben Bäder (Freibäder, Hallenbäder, Kurbäder) notwendig ist.
Gemeinsam ist den Beteiligten der FPK-AG Sportstätten das Bewusstsein, dass die Umsetzung von PPP in diesem Bereich noch vergleichsweise am Anfang steht. Daraus folgt ein erheblicher Sortierungs-, Systematisierungs- und Aufklärungsbedarf, bei dem zudem nach Vereins- sowie Objektgrößen deutlich zu unterscheiden ist. Mittelfristig soll die Arbeit der FPK-AG Sportstätten in die Publikation eines Leitfadens münden.
Das PPP-Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz hat anlässlich der Speyerer ÖPP-Tage 2009 die wichtigsten Aspekte von Sportstätten-PPP sowie den aktuellen Stand der AG-Arbeiten in einer Präsentation zusammengefasst.
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